Ernten & Essen – jeden Freitag im Oktober
Immer freitags treffen wir uns um 15 Uhr um gemeinsam aufs Feld zu gehen. Danach wird es in gemütlicher Runde eine Erntesuppe und die Gelegenheit zum Austausch geben!

Juhuuu! Das neue Ökokisten-Magazin ist da!
Wir haben Euch in dieser Woche unser neues Magazin in die Kiste gepackt. Ihr findet dort viele schöne Artikel zu ökologischen Themen. Auch vom Hofbauernhof sind einige Berichte dabei :) – viel Spaß beim schmökern!

Frisches Rindfleisch in KW 43!
Wir bieten nochmal frisches Rindfleisch zur Lieferung nach Hause an! Bestellung einfach über den Shop oder telefonisch!

Gesund, gesünder – Sauerkraut! :)
Die Inhaltsstoffe von Sauerkraut dürfen sich sehen lassen! Der milchsauer vergorene Weisskohl ist ein tiptop Vitaminspender und eine tolle Vitamin C-Quelle, egal zu welcher Jahreszeit. Mit einer normalen Portion – etwa 200 Gramm – wird bereits der halbe Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C abgedeckt. Deshalb hat das Sauerkraut auch den Spitznamen „Powerkraut“ und zählt wie viele andere fermentierte Lebensmittel zu den Geheimtipps für eine gesunde Lebensweise ;) – und das Allerbeste: das frische Sauerkraut kommt direkt aus der Nachbarschaft von unserem lieben Bioland-Kollegen Viktor Weber aus Seedorf!

 


 

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Ganzheitliches Weidemanagement – seit diesem Jahr auf dem Hofbauernhof

Wie bei vielen Landwirten, so hat die Trockheit der letzten drei Jahre auch bei uns zu deutlich weniger Aufwuchs auf den Wiesen und Weiden geführt.
Langfristig wird sich diese Entwicklung wohl aufgrund der sich ändernden klimatischen Bedingungen eher fortsetzen als wieder abschwächen.

Um diesem Phänomen etwas entgegenzuwirken praktizieren wir seit diesem Jahr das ganzheitliche Weidemanagement.
Auch bekannt als regenerative Weidewirtschaft oder holistic grazing.
Für mich bedeutet das, dass ich morgens und abends der Herde eine relativ kleine Fläche zum Grasen zur Verfügung stelle, sie also zweimal am Tag „umweide“, anstatt sie nur alle 14 Tage auf eine neue, große Weide zu treiben. Ein ganz schöner Mehraufwand, der sich hoffentlich lohnt!

Hintergrund: Diese Methode der Beweidung soll die natürlichen Gegebenheiten nachahmen. Seit tausenden von Jahren werden Grasflächen von weidenden Rinderherden frei von Büschen und Bäumen gehalten. Dies geschah schonn lange bevor der Mensch anfing diese Landschaften für Viehzucht zu nützen. Heute wird dieser Zustand mit Mähen und Heuen erreicht. Allerdings waren die Böden, auf denen die ursprünglichen Bewohner „wirtschafteten“ ungeheuer fruchtbar, tiefgründig und dicht bewachsen. Im Gegensatz zu heute, wo die grasenden Kühe für die Schädigung von Grasnarben verantwortlich gemacht werden.

Was machte also den Unterschied? Ein wichtiger Faktor, der immer wieder vergessen wird: die Raubtiere. Diese sorgten dafür, dass sich die Weidetiere in großen Herden sammelten und sich als Pulk beständig weiterbewegten und nicht auf einer Fläche blieben. Erst nach relativ langen Zeiträumen, kehrten die Herden wieder zurück. Und hier liegt der Schlüssel für holistisches Weidemanagement. Es geht um Zeit. Die Zeit, die eine Fläche bekommt, um sich von einer eng ziehenden Herde zu erholen.

Die von uns eingeteilten Flächen werden also für sehr kurze Zeit, aber intensiv beweidet und dann für mehrere Wochen in Ruhe gelassen. Dadurch kann sich das Gras erholen – nicht nur „nach oben“, in dem es Stängel und Blätter bildet, sondern auch „nach unten“ indem das Wurzelwerk regeneriert wird, wodurch die Pflanzen an mehr Wasser gelangen.

Die in der knappen Zeit nicht gefressene Weide wird – was erst einmal kontraproduktiv erscheint- von der Herde niedergetreten und bildet so eine Art Mulchschicht, die als Verdunstungsschutz und Nahrungsquelle für das Bodenleben zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit dient.

Holistisches Weidemanagement stellt also die natürliche Wechselwirkung zwischen Graslandschaft, Weidetieren und Raubtieren nach – mit Zaun und viel Fleißarbeit…

Ob und was es uns an Mehrertrag bringt werde ich in den nächsten Jahren erkennen.

Es grüßt -natürlich von der Kuhweide – euer Hofbauer Andreas