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Erste regionale Radieschen & erster regionaler Schnittlauch
Nicht nur wir freuen uns über die fast schon sommerlichen Temperaturen, sondern auch das erste Gemüse wächst und gedeiht! So haben wir in dieser Woche Schnittlauch und Radieschen vom Bodensee im Angebot!

Unterstützung im Packraum gesucht! 
Wir suchen für unser Packraum-Team für 1-2 Tage die Woche motivierte Unterstützung! Wer hat Zeit und Lust, oder kennt jemanden? Einfach eine Mail an: iris@hof-bauern-hof.de


Jetzt und nur für kurze Zeit: unsere Backstube backt für die nächsten drei Wochen endlich wieder die suchterregend-köstlichen, Dinkel-Blätterteig-Knusperstangen!
Regionaler Käse von unserer Bioland-Kollegin Conni vom Schwenkenhof, Sesam, Mohn, ein wenig scharfer Paprika … Touriert und getwistet zu einer nach mehr schreienden Köstlichkeit!
Lassen Sie es sich schmecken!

 

 


 

Miststreuen mit den Pferden

Diese Woche haben wir nach der Winterpause erstmals wieder unsere beiden Schwarzwälder Füchse Max und Rico angespannt um Mistkompost auf den Feldern auszubringen. Unsere Gärtnerin Iris hat sich vor einigen Jahren dazu entschieden ihr Gemüse mit Hilfe von Pferden anstatt von Traktoren anzubauen. Pferde sind im Gegensatz zu großen Maschinen leichter und verdichten das Bodengefüge nicht so großflächig. Das passt zu unserer Philosophie: eine große Vielfalt an Gemüse auf kleiner Fläche anzubauen!
Moderne Geräte für die Pferdearbeit sind nicht immer so einfach zu bekommen. Den bodenbetriebenen Miststreuer hat Iris sich beispielsweise im vergangenen Jahr für Ihre Feldarbeit extra aus den USA liefern lassen, da es hier nichts Vergleichbares zu kaufen gibt. Wer einmal unseren Pferden bei der Arbeit zugesehen hat, wird beeindruckt sein, welche Power diese beiden Kaltblüter haben!
Mehr zur Pferdearbeit findet ihr auch HIER

Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020 fing an, wie so manches andere: mit dem ersten Januar. Aber das war‘s dann auch schon mit der Synonymität, denn während sich in den letzten 15 Jahren Hofbauernhof die Jahresvorschau in der Frage erschöpfte, welche Projekte wir zuerst, welche als zweites und welche zuletzt angehen würden, stand dieser Jahresstart unter ganz anderen Vorzeichen bzw. Fragen! Nämlich, ob es hier überhaupt weitergehen würde mit der verbliebenen Besetzung, denn Andreas wollte ja ab Sommer andere Wege einschla-
gen und die Betriebsgemeinschaft als Vierter von einstmals sechs Gründer*innen verlassen.
Ein ziemlich kniffliger Brocken lag da also vor uns auf dem Teller, und wir waren uns unklar, ob es nun „Guten Appetit“ und Gabel und Messer zur Hand nehmen oder „Das mag ich nicht!“ quengeln und den ganzen Krempel vom Tisch fegen heißen sollte. Schlaflose Nächte, Besprechungs-, Abstimmungs-, Beratungs- und Mediationstermine verschiedenster Art in verschiedenster Konstellation galt es wahrzunehmen und zu bewältigen, „aufgelockert“ durch nicht minder herausfordernde Besuche potentieller Nachfolger und
flankiert von betriebsalltäglichen Aufgaben so mancher Art, wie Mitarbeiter-Suche oder Kompensation diverser krankheitsbedingter Ausfälle.Kurz: Der Start ins Jahr war so wie der letzte Satz: lang, verschachtelt, komplex, herausfordernd … 🙂

Und ungewöhnlich schneearm.

Und hier haben wir ein ganz Besonderes Goodie für Euch. Unser Stimm(ungs)talent Roland Lübberstmeier hat den ganzen Text eingelesen. Einfach auf das Bild hier rechts daneben klicken, zurücklehnen und zuhören! 🙂

Video abspielen

Dann allerdings kamen auch schon die ersten Sterne vom Himmel zu uns geflattert bzw. zu uns „gewalzt“: Kai Kolacek, frisch gebackener (!) Bäckergeselle auf der Walz, half uns mit seinem freundlich-tatkräftigen und maximal unerschrockenen Dasein die Brandung am personellen Strand der Backstube zu konsolidieren und wieder in ruhigeres Fahrwasser zu manövrieren.
Gerade rechtzeitig für einen geregelten Übergang stieß dann Bäckermeister Werner Günther aus Pfalzgrafenweiler, auch „Günther Gluten-frei“ genannt, zu uns. Was für ein Glück, denn so konnte nicht nur die Vergrößerung des Sortiments beibehalten, sondern auch dem ersten Corona-Kundenzuwachs mit voller „Manpower“ begegnet werden!
Auch im Packraum wurde spätestens mit dem ersten offiziellen Lockdown ordentlich rangeklotzt, dass es eine Freude war, dem engagierten, hochmotivierten Team aus bewährten und neu dazu gekommenen Kräften zuzuschauen.
Ob man es glaubt oder nicht: Es gab sogar teilweise Rund-um-die-Uhr-Betrieb!
Damit sich auch ansonsten der Hofalltag nicht allzu langweilig gestaltete, wurde rund um den Ziegenstall gepflastert und fest
verzäunt, so dass hier nun alle nötigen Maßnahmen trockenen Fußes erledigt werden können.

Nachdem ja im letzten Jahr schon sehr plötzlich Else Weidenbach gestorben war, folgte ihr am 24.03. ihre Cousine und zugleich die letzte Hofbesitzerin Linde Beilharz-Sewig. Traurig, dass aufgrund der Corona-Verordnung die Beerdigung nur im kleinsten Kreise stattfinden konnte und wir ihr die gebührende Ehre nur in Gedanken zukommen lassen konnten. Ohne die Bereitschaft und beharrliche Initiative der beiden „Weidenbach-
Cousinen“ hätte es das Projekt Freundeskreis Hofbauernhof nie gegeben, dafür sei an dieser Stelle noch einmal unser ergebenster Dank ausgesprochen!
Ebenfalls zu beklagen war der Tod von einem weiteren Freund des Hofes, Martin
Franz aus Freudenstadt, der uns über viele Jahre durch seine Einsatzfreude und
Tatkraft bei Veranstaltungen aller Art den Rücken gestärkt hat! Farewell, Martin!

Tja, und während man also Anfang des Jahres noch ganz normale Dinge tun konnte, wie Schlittschuh laufen, Klettern gehen, Zug fahren, im Wartezimmer sitzen oder mit Freunden Geburtstag feiern, war dann ab April erst mal Sense, und wir verabschiedeten uns peu a peu von erst einer und schließlich von fast allen Veranstaltungen des Jahres … Kein Osterbasteln, keine Konzerte, keine Hofführungen, kein Weihnachtsmarkt … Lediglich den Jungpflanzenverkauf konnten wir unter freiem Himmel und unter C-Auflagen verwirklichen und in der kleinen sommerlichen C-Pause fand die Einweihung unseres „neuen Hofcafés“, oder besser gesagt: der neuen Bestuhlung statt.
Bislang bestand das Mobiliar ja aus – salopp gesagt – zusammen-gewürfelten Dachboden-Funden, ergänzt durch mehr spartanische als bequeme Klappstühle der Marke „Für einen Espresso ganz ok, zum Sitzen und Schwatzen eher unter der Kategorie ‚sportlich‘ einzuordnen“. Dank der Förderung durch die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald erfreuen sich seit dieser Zeit alle Hofcafé-Fans an einer neuen Garnitur optisch ansprechender und obendrein außerordentlich bequemer Sitz- und Tisch-Möbel!

Jungpflanzenverkauf Esther Iris
Einweihung LEADER Andi Urkunde

In puncto Hygiene-Verordnung kam es dann ja recht dicke und natürlich hatten auch wir
weder Klopapier noch Desinfektionsmittel in ansatzweise ausreichender Menge für den Hamsterkauf-Ansturm parat. Die Ladnerinnen Meike und Esther hatten aber auch mit den verfügbaren Dingen alle Hände voll zu tun, bis schließlich auch hier kausal auftretende
Rückenschmerzen das heldenhafte Einspringen von Iris erforderten…
Zum Glück blieben unsere Wind-und Wetter-gegerbten, allen viralen Attacken trotzenden Fahrer und Fahrerinnen maximal tapfer bei der Stange, um schier unglaubliche Kistenstapel vom Hof in die Welt zu bringen. Glücklich schätzen kann sich der, der Maren, Jens, Sergej, Magdalena, Thomas, Martin, Reinhard und Ute als Transporteure erster Güteklasse um sich weiß!
Und unsere Besatzungs-Causa? Die nahm eine ziemlich unerwartete und nicht
unerfreuliche Wendung: Der Familien-Clan rund um Häuptling „Singing Andreas“
zog doch nicht weiter, sondern sattelte die Pferde wieder ab, befestigte die
Wigwams und die Bisonjagd konnte nach einigen supervisorischen Pow-hows mit
vereinten Kräften fortgeführt werden.
Hier sind mir wohl gerade ein wenig die literarischen Mustangs durchgegangen…
Verzeihung und weiter im Text!

Das Jahr gewann nämlich ordentlich an Dynamik, und eh wir uns versahen, hatten wir wieder einige kleinere und größere (Bau-)
Projekte am Start:
Aus einem kleinen: „Wir streichen endlich mal den Eingangsbereich“ wurde eine Komplett-Instandsetzung des Vorbaus, ausgeführt hauptsächlich durch unseren Neu-Zimmermannsgesellen Yasko. Austausch diverser tragender Balken und Neu-Eindeckung des
Vordachs inklusive … Nicht zu vergessen: viele, viele Lack-Kratz-Stunden durch mehr oder weniger freiwillige Helferinnen …
Auch im Eingangsbereich der unteren Stall-Wohnung wurde allumfänglich „aufgeräumt“: Türdurchbruch, Strom-Hausanschluss-Umorganisation vom Sondereinsatzkommando der Stadtwerke, Bodengießen … dank Gabriel Mehnert, dem „Handwerker für alle Fälle“, trifft man hier nun endlich auf Wohnlichkeit statt auf Schutthalde … 🙂 Auch das seit Jahren mehr als überfällige Gäste-WC beim Haupteingang nahm der von allen mittlerweile nur zärtlich „Eli“ genannte Gabriel unter seine Fittiche, und so wurde aus einem sehr in die Jahre gekommenen Örtchen eine Glanztat, die eigentlich in einem dem Wohnbauwesen gewidmeten Magazin veröffentlicht werden müsste! Schade, dass durch die C-Situation bisher kaum Besucher in den Genuss dieses kleinen „Off-beat-Paradieses“ kamen …
Besonders angetan war übrigens unsere Pädagogik-Frau und Iris‘ rechte Hand im Gemüsebau, Esther Lutz, die schließlich stringenterweise im Oktober ihr Zimmer bei uns räumte und in die nahegelegenen Mehnert‘schen Räumlichkeiten umsiedelte. Anfang 2021 wird Nachwuchs erwartet …

Es folgte die überraschende Kündigung unseres Mieters Sebastian Heinzel im Lärchenhäuschen, wodurch, wie vom Schicksal gefügt, Raum für Jacob Langanky und Karoline Obst frei wurde, die eigentlich als potentielle Nachfolger in Andreas‘ Wohnung ziehen sollten
(die ja nun doch nicht frei wurde, s.o.!). Jacob ist seitdem mit Herz, Hirn und Hand in der Backstube aktiv, während Karo das Kochteam rund um die beiden Spitzenköchinnen Ruth Graeber und Carla Staiger komplettiert und der Anhängerschaft der Zeitschrift
„Köstlich vegetarisch“ zu exponentiellem Wachstum verhilft…
Tja, und so ergab sich auch hier die günstige Gelegenheit eine neue Baustelle aufzutun und es wurde außer der großflächigen Efeu-Entfernung der Fußdoden auf der ersten Etage entfernt, isoliert sowie neu verlegt, und aus einer Besenkammer nebst angeschlossenem Klo wurde ein großes Badezimmer mit handgezogenen Silikonfugen, Lehmputz und echten Chromargan Applikationen gezaubert.
Während dessen vollbrachte Karo allerdings etwas nicht minder Wesentliches, denn sie brachte am 19. Juli einen neuen Erdenbürger und Hofbewohner zur Welt: Leopold Karl Langanky.

hühner nah
Markt Roland

Und da Licht und Schatten ja immer brav Hand in Hand gehen, fiel auch tragischerweise ungefähr in dieser Zeit, ausgelöst durch einen heimtückischen Zeckenbiss, unser Ökokisten-Mastermind Pauline Schaaf krankheitsbedingt für mehrere Monate aus, so dass Iris titanic-like auf der eisigen See der Doppel- und Dreifachbelastung schipperte und es einem Wunder gleichkam, dass trotz weiterer Krankheitsfälle an der Packerinnen-Front die große Havarie verhindert werden konnte … Ich nehme an, dass Iris die benötigten Kraftreserven nur durch eine beachtliche Anzahl an Kutschfahrten mobilisieren konnte, die so sprunghaft anstiegen, dass wir um ein (Pferde-) Haar eine Vollzeitstelle Kutscher*in ausgeschrieben hätten…
Stattdessen engagierten wir 225 neue, legefreudige Mitarbeiterinnen der ÖTZ (Ökologische Tierzucht gGmbH) „Coffee und Cream“, die – ihres Zeichens Zweinutzungshühner mit Bruderhahnaufzuchts-Garantie – einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Eier-Produktion für uns markierten – ein spannendes, hochkomplexes Thema! (Der an thematischer Vertiefung interessierten Leserin sei hier die Lektüre unserer Homepage empfohlen!) Nach Lockerung des ersten Lockdowns stießen dann im Sommer doch noch einige hart entbehrte Wwoofer (und Waldorfpraktikanten) zu uns, um der neben dem Beikraut gewachsenen Gemüsevielfalt unter die (meist haarigen…) Arme zu greifen, zu ernten, zu kochen, zu putzen und (last, aber überhaupt kein bisschen least!) das soziale Miteinander zu befruchten. Vielen, vielen Dank all Euch engagierten Menschen (Marcos, Basti, Toni, Erik, Clara, Ralf, Inga, Jule, Lena, Karla, Marie, Sarah, Lars, Yannick, Edeltraut, Jindrich, Gertrud und wie sie alle hießen…)!
Für Yasko und Jeremi ging schließlich noch ein lang gehegter Kindheitstraum in Erfüllung, denn für Rohrverlegungsarbeiten wurde ein (echter!) Minibagger ausgeliehen, was für die beiden zwei Tage Paradise city bedeutete.
Dann folgte auch schon der Spätsommer mit Wochenmarkt Teilnahme der Backstube, legendärem Kartoffelkeller-Kultur-Abend und tränenreichem Föjle-rinnen-Abschied von Jule und Helena, die zwar beide nicht ins Gästebuch schrieben, aber erfreulicherweise dem Thema Landwirtschaft treu blieben, eine in Richtung Studium, die andere in Richtung Älpler-Leben.
Wie jedes Jahr ging es aber natürlich auch an dieser Stelle quasi nahtlos weiter und diesmal sogar mit drei Föj-Stellen: Marie, ehemalige Waldorfpraktikantin von uns, Marei, Freundin einer Freundin des Hofes und – ganz zusammenhanglos – aus dem hohen Norden, „Errol“ Finn.
Die drei sind mittlerweile auch schon wieder fast 5 Monate am Hof und werkeln an
allen möglichen und unmöglichen Ecken und Enden, wie es die gute, alte Föj-Tradition gebietet!

Kurz vor Schluss des Transfer-Fensters konnten wir dann Ende des Sommers noch Anna Gottschling und Max Langanky zurück im Team begrüßen, die ungefähr ein Jahr auf großer Fahrradreise und auf einem demeter-Schafsmilch-Betrieb verbracht hatten und ihr Abstinenzlertum nicht länger aufrecht erhalten wollten.
Die beiden verstärken uns seitdem im Ökokisten-Büro, im Packraum und bei vielen anderen Taten, wie z. B. bei der von Carla perfekt vorbereiteten und liebevoll betreuten Ernten & Essen-Aktion, unserer Veranstaltung im Oktober, die bereits im dritten Jahr als mit Abstand beliebtestes Familien-Event über die Bühne ging (sorry, aber der Witz musste einfach sein).

Danach war dann C-mäßig mal wieder der Ofen aus, aber vergessen sei auch in diesem Bericht natürlich nicht die „SoliSau“, für die ja sogar der Schwabo eigens eine Reporterin zur Berichterstattung vorbeischickte! Die Hofgemeinschaft besitzt seit Dezember dank Yaskos unermüdlicher Arbeitslust endlich eine kleine, solidarisch finanzierte Fass-Sauna! Deutlich stärker frequentiert als der Hofladen wird dort seitdem in Wechselschicht geschwitzt und entspannt und geschwitzt und entspannt …
Exklusiv für Clubmitglieder, versteht sich (manchmal muss man auch zwischen zwei Gängen kurz die Kühe füttern oder Brot aus dem Ofen holen, aber das ist eine andere Geschichte …)!

Tja und somit bin ich am Ende des Jahres-Rückblicks angelangt, der schneereiche Januar mit mannigfaltig-nervenzehrenden
Stromausfällen und damit einhergehender Improvisations-Kunst und Geduldsfaden-Akrobatik ist mittlerweile auch schon wieder passé und von allen weiteren heiteren und ernsten Entwicklungen erfährt die geneigte Leserin dann an anderer Stelle zu anderer Zeit und höchstwahrscheinlich auch an anderem Ort.

So long, für die Hofbauernhöflerinnen, Euer Dr. Smützig

Wer den Bericht ausrucken möchte, findet ihn HIER als PDF zum Download.

max und Anna huhn
Ernten und Essen Pferde Rote bete
Ernten und Essen Pferde
sauna schnee2

Ernten und Einlagern

Unsere Aktion im Oktober „Ernten und Essen“ war richtig schön! Wir konnten an fast allen Terminen viele fleißige Helfer*innen begrüßen und gemeinsam mit Ihnen einen großen Teil unserer Ernte einholen. Nun sind wir noch in den letzten Zügen – gestern haben wir die letzten Pastinaken geerntet. Noch ein paar Tage, dann haben wir alles unter Dach und Fach und unsere Gemüsebäuerin Iris kann auch wieder beruhigter schlafen 🙂 … Denn für diese Woche war auch eigentlich schon mal Schnee angekündigt worden. 

Hier noch ein paar Eindrücke unserer Ernteaktion im Oktober …

Doppelt hält besser!

Wenn Sie uns die letzten Wochen mal angerufen haben, dann hatten Sie vielleicht schon das Vergnügen mit unserem neuen Büromitarbeiter. Die Rede ist von Max Langanky – letztes Jahr haben wir ihn um dieses Jahreszeit in die weite Welt verabschiedet und nun ist er mit seiner Freundin Anna zu uns auf den Hof zurückgekommen. Und ja- ganz aufmerksamen Leser*innen wird nun aufgefallen sein, dass nur vor wenigen Monaten der Name Langanky schon einmal hier auftauchte, als wir seinen Zwillingsbruder Jacob mit seiner Familie als Neuankömmlinge begrüßt haben

Ökologische – Weihnachtsbäume von Friedels Biohof

Auch wenn wir in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt veranstalten – auf einen schönen Bio-Weihnachtsbaum soll keiner verzichten müssen. Daher können bei uns ab sofort die beliebten Bio-Bäume vorbestellt werden. Ein paar Infos zu den schönen Bäumen haben wir hier von Familie Friedel.

Seit 1989 bewirtschaftet Familie Friedel ihren Hof im badischen Odenwald nach den ökologischen Kriterien von Bioland. Neben der Haltung und Vermarktung von Heidschnucken und dem Obstbau (Hochstamm / Streuobstwiesen) werden auf dem Hof bereits seit Mitte der 1990er Jahre Weihnachtsbäume in ökologischer Wirtschaftsweise angebaut.

Das Besondere dabei: Durch den Verzicht auf die im konventionellen Anbau übliche Verwendung von Herbiziden und Pestiziden wird ein Bewuchs von Gräsern und Wildblumen zwischen den Bäumen zugelassen. Neben Nordmanntanne und Blaufichte finden sich in den Kulturen auch Außenseiter wie die Coloradotanne oder Korktanne (Felsengebirgstanne) die zusätzlich zur Biodiversität in der Kultur beitragen. Als erfolgreiche Methode der Unkrautbeseitigung – die Gräser und Blumen stehen in Konkurrenz mit den Bäumen um Nährstoffe, Licht und Wasser – setzt der Biolandhof auf die Beweidung der Fläche mit Schafen. Bewährt haben sich hier Tiere der Rasse Shropshire, die den Bewuchs zwischen den Bäumen regulieren, die Bäume selbst dabei jedoch verschonen.

Im Hinblick auf eine möglichst natürliche Bewirtschaftung der Flächen hat sich Familie Friedel für eine fortwährende Bepflanzung ihrer Flächen entschieden, d.h. die Jungpflanzen werden an der Stelle der geernteten Bäume gepflanzt. Große Bäume werden gezielt erhalten, um auch Vögeln die Möglichkeit zum Nisten zu geben. Während der gesamten Kulturdauer – ein Baum mit einer Höhe zwischen 1,5 und 2 Metern wächst ca. 8-10 Jahre – findet die Baumpflege fast ausschließlich in Handarbeit statt: Vom Setzen der Jungpflanzen im Frühjahr und Herbst über den jährlichen Baumschnitt, Schädlingskontrolle und das Ausmähen der Kultur. Der Verzicht auf große Maschinen zur Bearbeitung wirkt gleichzeitig auch einer Verdichtung des Bodens entgegen. Die Ernte der für das jeweilige Jahr zum Verkauf ausgezeichneten Bäume findet zeitnah zum Verkaufsstart statt.

Die verschiedenen Weihnachtsbäume finden Sie bei uns im Shop unter: „Aktionen“.

Der Verkauf läuft ausschließlich auf Vorbestellung! Ihren persönlichen Weihnachtsbaum können Sie dann bei uns am Hof am Freitag den 18.12. abholen!

Küken töten – nicht mit uns!

Küken töten – nicht mit uns!

Hybrid-Rassen gezüchtet von weltweit einer Firma? No go!

Massentierhaltung zur Profitmaximierung Einzelner? Eine andere Welt ist möglich!

Wie Sie vielleicht schon im Online Shop gesehen haben, ist der Preis unserer Eier gestiegen und ein demeter Ei kostet bei uns nun 75 Cent.

Schon immer ist uns mit unserem bisherigen Eierpreisen auf den Märkten der Region von konsternierter Verblüffung bis zu offener Beschimpfung allerhand begegnet, so dass wir Ihnen, als unseren engsten Kunden die Umstände noch einmal erläutern wollen aus denen heraus diese Entwicklung zu Stande kommt.

Und vor allem weshalb wir mit vollem Herzen dahinter stehen!

Wir hoffen auf diesem Wege mehr Menschen für einen Paradigmenwechsel in puncto Preisverständnis und Konsum zu gewinnen!

Denn mit zwei verkauften Eiern pro Kunde und Woche sehen wir, dass wir bisher nicht viele Eier-Fans als die unsrigen bezeichnen können…

Wie Sie wissen: aus Brut-Eiern schlüpfen zur Hälfte weibliche und männliche Tiere, die Tötung der männlichen Tiere ist seit ca. einem Jahr bei Demeter und Bioland (und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch bald bei den EU-Bio sowie konventionellen Kollegen und deutschlandweit) verboten.

Damit die züchtenden und Jungtiere aufziehenden Demeter-Bauern nun nicht auf den männlichen Tieren sitzen bleiben, sind alle Demeter-Betriebe ab 2020 verpflichtet, die Brüder der Legehennen mit zu finanzieren.

Deshalb kostet die Junghenne nicht mehr nur ihre eigene Aufzucht, sondern auch die Aufzucht der Brüder.

Fun fact: Wir Hofbauernhöfler haben, die Küken-Problematik erkennend, diesen „Bruder-Obulus“ schon ohne jegliche Verpflichtung die letzten vier Jahre entrichtet und die Kosten dafür nicht von der Henne und Ihren Eiern (und somit auch nicht von Ihnen…) mittragen lassen. Sehr zu unseren finanziellen Ungunsten, wie wir leider feststellen mussten…

Die Brüder haben wir entweder als ganze Tiere angeboten oder Wurst aus diesen machen lassen. Vielleicht hatten Sie Gelegenheit diese zu kosten!? Im Shop haben wir die „Gockel-Produkte“.

Damit diese Brüder überhaupt einigermaßen Fleisch ansetzen, braucht man eine andere Rasse als eine rein Eier legende, denn Eier legen und Fleisch ansetzen schließt sich genetisch leider aus (korreliert negativ, sagt der Fachsprachen-Befähigte).

Wir haben uns also dieses Jahr zum vierten Mal für ein Rassegeflügel (mit dem wohlklingenden Namen „Coffee & Cream“) entschieden mit dem „Nachteil“ dass die Schwestern „nur“ ca. 230 Eier pro Jahr legen, statt über 300 wie ihre Hybrid-Schwestern.

Diese geringere Legeleistung bedeutet: gleiches Futter, gleiche Arbeit, gleicher Stallplatzbedarf und damit höhere Kosten pro Ei und das ganze kommt auf den höheren Junghennen-preis noch oben drauf.

Wir finden:

Wer Eier (und natürlich gilt das auch für andere tierische Produkte) isst, hat Verantwortung für den gesamten Prozess der Tierproduktion!

Und diese Verantwortung drückt sich einerseits im Preis für ein Produkt aus und andererseits z.B. in der Konsequenz, dass zu unserem Eier-Verbrauch eben auch die Notwendigkeit den Bruder- als auch (am Ende ihrer Legeperiode) die Henne zu verzehren.

Wenn wir also einen anderen ethischen Umgang mit unseren tierischen Mitgeschöpfen wünschen, in Haltung, in Fütterung, in Tötung, dann geht kein Weg an einem Paradigmen-Wechsel dieser Art vorbei.

Wenn Sie hierzu Fragen, Anregungen etc. haben, sprechen Sie uns gerne an oder kommen Sie zu einer Hofführung vorbei, wo wir Ihnen gerne die – übrigens wunderschönen! – Hühner samt einigen Brüdern präsentieren!

Wochenmarkt in Freudenstadt

Seit vergangener Woche (und noch den gesamtem Herbst über) sind wir wieder auf dem Freudenstädter-Wochenmarkt anzutreffen. Immer dienstags – mit allerlei frisch gebackenen Köstlichkeiten aus unserer Hofbackstube! Außerdem treffen Sie dort entweder Roland – unseren Backstubenmeister (gelber Gürtel) oder Jacob (noch in Lehre) – die sich auch gerne mit Ihnen fachlich über´s Thema Brotbacken (oder Radfahren) austauschen.

Wo Sie uns finden? Auf dem Marktplatz in Freudenstadt, immer dienstags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Leser fragen, Dr. Smützig antwortet #2

Manchmal, meistens oder eigentlich sogar immer sind es ja die kleinen Dinge, die einem Freude oder Ärger bereiten… Ob es der Klassiker „nicht zugeschraubte Zahnpasta-Tube“, die schon beim Öffnen in großen Teilen vom Stiel-Eis abblätternde Zartbitter-Schokolade (wie gerade in meinem Fall) oder sonst ein banaler Umstand – on the long run doch irgendwie alles Pille-Palle, Peanuts, Kleinkram…
… könnte man hochrossig meinen.
Doch schaut man hinüber, an’s andere Ende der Fahnenstange, wo die kleinen Freuden hocken, dann will man den vermeintlichen Kleinkram doch nicht so leichtfertig als solchen eintüten, denn dann würde das alles hier doch reichlich öde daherkommen.
Worauf will er hinaus?, mag sich die geneigte Leserin und sein männliches Pendant nun wohl fragen…
Tja, seit genau 2 Wochen haben wir neue Hühner auf dem Hof und seit einigen Tagen haben die Hähne zu krähen begonnen.
So weit, so unspektakulär.
Jedoch einer der Kameraden nennt einen derart wohlklingenden Hahnen schrei gesang sein eigen, dass einem das Herz in der Brust aufgeht (statt das Messer in der Tasche) und man unwillkürlich und entzückt mit seinem Tagwerk inne hält, um dankbar das Geschenk dieses kleinen Momentes entgegen zu nehmen und Dankbarkeit durch Mark und Bein strömen zu lassen.
Mein voller Ernst: für diesen Hahnengesang lohnt sich eine Reise zum Hofbauernhof und den hinter’m Hofbauernhof liegenden Grünflächen!
(Wenn denn der brüllende Bulle nicht gerade alles niedertrompetet…)

Nächste Woche hören Sie dann mehr von mir zum Thema „Coffee & Cream“ (so heißen nämlich unsere neuen Hühner!)

Herzlichst,
Ihr Dr. Smützig

Hofbauernhof-Hofcafé macht auf gemütlich

Während man bisher im freitäglichen Hofcafé auf dem Hofbauernhof in Loßburg-Schömberg nie außerordentlich lange auf einen freien Sitzplatz warten musste, wird sich dieser Umstand in Zukunft wahrscheinlich anders gestalten.
Denn bislang bestand das Mobiliar aus – salopp gesagt – zusammengewürfelten Dachboden-Funden, ergänzt durch spartanische Klappstühle der Marke „für einen Espresso und ein Mandelhörnchen ganz ok, zum Sitzen und Schwatzen eher unter der Kategorie „sportlich“ einzuordnen.

Dank der Förderung durch die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald erfreut sich seit kurzer Zeit die Hofbauernhof-Besatzung und eben auch alle Hofcafé-Fans an einer neuen Garnitur optisch ansprechender und obendrein außerordentlich bequemer Sitz- und Tisch-Möbel!

Deshalb lädt das Team vom Hofbauernhof herzlich ein zur Eröffnung des Hofcafés in neuem Glanz !

Am Freitag den 31.07. ab 14:30 Uhr dürfen sich Groß und Klein an und über die neuen Möbel und den Sommer freuen! Es gibt Heißgetränke vielfältigster Machart und frischen Kuchen aus der hofeigenen Backstube – sogar in demeter Qualität!

Außerdem wird es um 16 Uhr eine kleine Hofführung vom Hofbäcker Roland geben.

Der Hofladen hat ebenfalls geöffnet. Hier gibt es neben den hofeigenen Erzeugnissen wie frischem Gemüse, Eier und Brot auch ein großes Sortiment an Bioland- und Demeter Ware aus der Region.

Die neue Ausstattung wurde gefördert durch die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK).

Hofcafé bei schönem Wetter, jeden Freitag: 14:30 Uhr – 18:00 Uhr
Hofbauernhof, Reinerzauer Str. 13, 72290 Loßburg-Schömberg